Konglomerat
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Und die Welt dreht sich einfach weiter …

2015, was hast du nur für einen beschissenen Start hingelegt. Dass ich Silvester und Neujahr mit Fieber im Bett verbrachte, kann ich dir ja verzeihen, aber dass du nahtlos und noch schlimmer an den Wahnsinn des Vorgängerjahres anschließt, dafür fehlen mir die Worte.

Die Nachrichten dieser Welt sind durchzogen von brutalster Gewalt, von Mord und Totschlag, die vor niemandem Halt machen, vor unbescholtenen Bürgern nicht, vor Familien nicht und vor unschuldigen Kindern auch nicht. In was für einer Welt leben wir, in der Hunderte von Mädchen entführt werden und radikale Islamisten in Nigeria ganze Dörfer dem Erdboden gleich machen, eine Welt, in der im Namen Allahs Menschenhandel betrieben, entführt, vergewaltigt und gemordet wird und in der religiöse Satire ein Todesuteil bedeuten kann?! Was ist das für eine Welt, in der deutsche Mitbürger den Freiheitsruf „Wir sind das Volk!“ für braunes Gedankengut missbrauchen?!

Angewidert möchte ich mich unter meiner Decke verkriechen, nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Aber ich darf den Glauben an die Menschheit und an die Menschlichkeit nicht verlieren, heute nicht, morgen nicht, niemals! Ich habe drei Kinder, es ist meine verdammte Pflicht, ihnen eine anständige Welt zu bieten und dafür auch entscheidend einzutreten.

Doch es geht nicht darum, große politische Reden zu schwingen oder zu glauben, dass unser Part mit einem „Je suis Charlie“ getan sei. Wir sind in unserem direkten Umfeld gefragt, mit kleinen und auch größeren Taten. Da gilt es Stammtischparolen wie „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber …“ entgegenzutreten und zu -wirken oder sich mit den großen Weltreligionen zu beschäftigen, um eigene Fragen oder die der Kinder zu beantworten. Es geht aber auch darum, ein gutes Vorbild zu sein, uns selbst und unser Tun ständig zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren. Und selbst mit einem kleinen kostenlosen Lächeln kann man oft mehr verändern als man glaubt. Probiert es doch einfach mal aus!

Unsere Kinder sind unsere Zukunft und es ist unsere Aufgabe, sie zu weltoffenen, selbstbewussten, empathischen Menschen mit Herz zu erziehen. Damit unsere Welt lebenswert bleibt, denn weiterdrehen wird sie sich sowieso.

2 Kommentare

  1. Liebe Stefanie, ich kann dir nur zustimmen. Dass ich hier in meiner Stadt Montag für Montag wieder diese Demagogen und Parolenklopfer ertragen muss, kann ich mit einer Decke über dem Kopf schon nicht mehr abwehren, da bleibt nur noch dauerhafter Brechreiz, ganz ehrlich.
    LG & trotzdem irgendwie Kopf hoch!
    Regina

  2. In einem Wort: Danke ♥ das trifft genau den richtigen Ton und gibt auch meine Gedanken sehr gut wieder. Was für eine Welt…

    Umarmende Grüße & weiterhin gute Besserung!
    Sandra

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