Der Alltag, Familie
Kommentare 1

Ein wenig mehr Menschlichkeit stünde uns gut zu Gesicht!

Während ich hier gerade mit einer frischen Tasse Kaffee, nach einem guten Frühstück gestärkt in meinem Büro sitze, verlassen über 30.000 Menschen aus Angst vor Verfolgung, Krieg und Tod ihre Heimat, 50 % von ihnen sind Kinder. Dies ist die höchste Flüchtlingszahl seit dem 2. Weltkrieg.

Angesichts solcher Zahlen und Bilder schäme ich mich zutiefst über den Protest rechtsextremer Organisationen oder Parteien wie „Pro NRW“ gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Am meisten jedoch bestürzen mich Sätze, die mit „Ich hab ja eigentlich nichts gegen Flüchtlinge…“ anfangen und von  selbsternannten Gutbürgern stammen.

flüchtlinge

Die ersten 50 von 140 Flüchtlingen, die vornehmlich aus Nord- und Ostafrika sowie den Krisengebieten des Nahen Ostens stammen, werden heute in Solingen erwartet. Es sind durchweg Familien, die in der Gräfrather Jugendherberge vorübergehend unterkommen. Neben ihnen werden etwa weitere 800 Flüchtlinge zur Zeit von der Stadt betreut.

Diese Menschen mussten ihre Heimat, ihre Familien, ihr Hab und Gut verlassen, vermutlich haben sie Schreckliches gesehen und durchgemacht. Nun landen sie in einer fremden Welt, mit einer fremden Sprache und anderen Verhaltensweisen. Ist es nicht das Mindeste, was wir tun können, sie mit offenen Armen zu empfangen?

Vor 70 Jahren flüchteten meine Eltern vor der herannahenden Roten Armee Richtung Westen, vor 25 Jahren flüchteten die Menschen der damaligen DDR in den Westen, auch wenn sie „nur“ sogenannte Binnenflüchtlinge waren, heißt es nicht, dass sie nicht genauso empfanden wie die Flüchtlinge heute. Und niemand gibt uns die Gewähr, dass wir in Deutschland, dem Land, in dem Milch und Honig fließt, nicht auch eines Tages zu Flüchtlingen werden. Aber Menschlichkeit, Empathie und Nächstenliebe sind zumindest ein guter Ansatz für eine lebenswerte Zukunft, hier und überall auf der Welt!

Zum Nachlesen:

Zum Helfen:

  • Online Spendenmöglichkeit des UNHCR
  • Sachspenden in Solingen bitte abgeben bei:
    – Deutsche Rote Kreuz (Kleiderkammer), Burgstraße
    – Sozialkaufhaus, Schlagbaumer Straße
    – Caritas, Ahrstraße
    – Heilsarmee, Florastraße
  • Gut erhaltenes Spielzeug kann direkt an der Jugendherberge in Gräfrath abgegeben werden.

1 Kommentare

  1. Andrea sagt

    Liebe Stafanie,

    auch mich macht es nicht nur traurig, sondern schon fast wütend, wenn ich die Kommentare mancher Menschen in meinem Umfeld lese/höre. Es ist einfach schrecklich, dass Flüchtlinge in einen Topf mit Kriminellen geworfen werden… Ich hoffe wirklich, dass diese radikale Meinung bald erstickt wird und nicht weiter aufkeimen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.