Tag: 4. November 2014

Ein wenig mehr Menschlichkeit stünde uns gut zu Gesicht!

Während ich hier gerade mit einer frischen Tasse Kaffee, nach einem guten Frühstück gestärkt in meinem Büro sitze, verlassen über 30.000 Menschen aus Angst vor Verfolgung, Krieg und Tod ihre Heimat, 50 % von ihnen sind Kinder. Dies ist die höchste Flüchtlingszahl seit dem 2. Weltkrieg. Angesichts solcher Zahlen und Bilder schäme ich mich zutiefst über den Protest rechtsextremer Organisationen oder Parteien wie „Pro NRW“ gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Am meisten jedoch bestürzen mich Sätze, die mit „Ich hab ja eigentlich nichts gegen Flüchtlinge…“ anfangen und von  selbsternannten Gutbürgern stammen. Die ersten 50 von 140 Flüchtlingen, die vornehmlich aus Nord- und Ostafrika sowie den Krisengebieten des Nahen Ostens stammen, werden heute in Solingen erwartet. Es sind durchweg Familien, die in der Gräfrather Jugendherberge vorübergehend unterkommen. Neben ihnen werden etwa weitere 800 Flüchtlinge zur Zeit von der Stadt betreut. Diese Menschen mussten ihre Heimat, ihre Familien, ihr Hab und Gut verlassen, vermutlich haben sie Schreckliches gesehen und durchgemacht. Nun landen sie in einer fremden Welt, mit einer fremden Sprache und anderen Verhaltensweisen. Ist es nicht …