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Drei Tage München und jede Menge Hashtags

Wenn eine eine Reise tut, dann fliegen die Hashtags nur so durchs Netz, jedenfalls bei mir. Meine Münchener Tage waren deshalb auch durchsetzt von #streik #myRembrandt #smcmuc #bookupDE und Familie, die ich allerdings nicht ver-hashtag-t habe.
Aber mal ganz von vorne …

#streik

Meist kommt alles anders als man denkt, jedenfalls wenn man zu dieses Zeiten mit der Bahn oder mit der Lufthansa unterwegs ist. Geplant waren eigentlich zwei jeweils 5-stündige (also beste Lesezeit) Fahrten mit der Bahn nach München und wieder zurück. Kurzfristig machte mir die GDL allerdings einen Strich durch die Rechnung, weshalb ich einen Tag vor Abfahrt noch auf die Lufthansa umschwenkte. Für jemanden wie mich, der wirklich nicht besonders gerne fliegt, ein aufregendes Unterfangen. Glücklicherweise gleitete ich aber bei schönstem Sonnenwetter ohne große Ruckelei in die bayerische Landeshauptstadt. Einen Puls von 200 bescherte mir kurzzeitig allerdings die Nachricht, dass die Lufthansa-Piloten in den Streik treten würden. Ich hatte jedoch Glück, denn mit meinem Abflug am Mittwoch war ich glücklicherweise nicht betroffen.

flugblau

#myRembrandt

Im Sommer nannte ich für eine kurze Zeit eine Replik eines Rembrandt-Selbstbildnisses mein eigen, ich berichtete hier ausführlich darüber. Einige Monate später nun schloss sich der Kreis, denn die Teilnehmer der #myRembrandt-Aktion waren nach München in die Alte Pinakothek eingeladen worden, um im Beisein von Kurator und Restaurator den echten Rembrandt Aug in Aug zu betrachten und gleichzeitig den beiden Herren Löcher in den Bauch zu fragen. Was für eine großartige Gelegenheit, neue Kenntnisse über das Gemälde selbst (Es ist übrigens noch kleiner als unsere schon kleine Replik.), seine Entstehung und die Technik zu erlangen. Zudem erfuhren wir, mit welchem Aufwand eine Leihgabe verbunden ist, denn Rembrandt befand sich kurz vor der Abreise in ein anderes Museum.

Die neue Social-Media-Aktion zu der zur Zeit laufenden Sonderausstellung machte mich übrigens so neugierig, dass ich mir die Gemälde von Canaletto dann gleich selbst angucken musste. Allen, die sich in München oder Umgebung aufhalten, möchte ich diese detailreichen und zum Teil wie Fotografien anmutenden Werke des im 18. Jahrhundert tätigen Künstlers wärmstens ans Herz legen. Ich war wirklich schwer beeindruckt. Übrigens betrachtete ich Gemälde mit der Bezeichnung „Leihgabe von …“ nach meiner vorab gewonnen Kenntnis direkt eine Spur ehrfürchtiger.

#smcmuc

Am Montag Abend besuchte ich den SocialMediaClub München, der sich bei seiner mit 70 Interessierten gefüllten und deshalb leicht tropisch anmutenden Veranstaltung dem Thema Bloggerrelations widmete, einem Thema, das ja auch im Buchbereich nicht zu unterschätzen ist. Es berichteten Daniel Klaus von Fujitsu und Michael Schmidtke von Bosch über ihre Erfahrungen. Ein wenig Zeit zum Netzwerken gab es auch noch, jedoch für mich nicht ganz so lang, da ich feststellen müsste, dass an manchen Ecken in München bereits um 21 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden und demnach keine Busse mehr fahren.

#bookupDE

Meinen Münchener Dienstag widmete ich voll und ganz der Verlagswelt. Ich besuchte Christina Tüschen und Muriel Rathje von der Kinderzeitschrift Gecko und dürfte direkt mal einen Blick in die gerade fertig gewordene Ausgabe werfen. Bei Hanser führte mich Frauke Vollmer durchs Haus, ich schüttelte unzählige Hände und stieg ebenso unzählige Treppen auf und ab; ja, genau so stellt man sich einen Verlag vor. Von Bogenhausen ging es einmal quer durch den Englischen Garten nach Schwabing, wo der Verlag arsEdition in einem nicht weniger beeindruckenden Verlagsgebäude beheimatet ist.

Hier stieg dann um 18 Uhr das erste Münchener #bookupDE, zu dem Felix Wegener vom Verlag und ich eingeladen hatten und dieser Einladung gut 50 Buch-Interessierte gefolgt waren. Nach kurzer Begrüßung marschierte ein Pulk von Menschen von Zimmer zu Zimmer, wo wir mit viel Informationen von den lieben ars-Edition-Kollegen begrüßt wurden. Im Anschluss an den Rundgang wurden wir noch überrascht, denn der Illustrator Alexander Holzach nahm sich die Zeit, jedem Teilnehmer ein individuell signiertes Buch zu fertigen. Bei Wein, Bier und Knabbereien wurde noch lange genetzwerkt. Einen ungefähren Eindruck dieses quirligen #bookupDE-Treffens vermittelt dieses Storify:

 

Es waren wirklich tolle Tage in München auch wenn die Zeit mit der Familie dieses Mal ein wenig zu kurz kam. Ich gelobe Besserung! Zumindest haben wir den sonnigen Sonntag so richtig ausnutzen können! Dass ich schließlich trotz Sturm einen ruhigen Rückflug hatte und die Reisetablette, die man mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, nicht brauchte, weiß ich sehr zu schätzen.

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