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++ BREAKING ++
Die ungeschminkte Wahrheit
der Stefanie L. aka Buecherkinder

Es ist immer wieder spannend zu hören, wie Menschen, denen ich nur gelegentlich oder bisweilen gar nicht real begegnet bin, meine Person und mein Tun wahrnehmen. Manchmal fühle ich mich an das heitere Beruferaten aus Robert Lembkes „Was bin ich?“ erinnert oder zumindest an das Kinderspiel „Stille Post“. In diesem Beitrag kommen nun harte Fakten auf den Tisch, denn wer glaubt, aufgrund diverser Social-Media-Kanäle die ganze Wahrheit über Frau Buecherkinder zu kennen, der irrt sich gewaltig!

Körpergröße ist nicht alles!

Nie werde ich vergessen, mit welchen Worten mich Antje Szillat bei unserem ersten realen Treffen auf der Buchmesse vor x Jahren begrüßte: „Boah, was bist du klein!“, vielleicht war es auch „Ich habe gedacht, du seist viel größer!“, letztlich auch egal, die Aussage war diesselbe. Dass viele Menschen aufgrund meiner Quirligkeit im Netz und meiner Umtriebigkeit in Sachen Kinderbuch, auf eine Körpergröße jenseits der 1,70er Marke spekulieren, ehrt mich sehr, habe ich aber leider nicht zu bieten!

Fakt: Frau Buecherkinder ist ohne Schuhe 158 Zentimeter groß oder eben klein, das bleibt jedem selbst überlassen.

Man ist nur so alt wie man sich fühlt!

Ich bin keine 30 mehr, die 50 liegt allerdings auch noch ein paar Jahre entfernt. Morgens fühle ich mich bisweilen etwas alt (war ich früher auch schon so steif?) und die Altersfehlsichtigkeit setzt leider gerade sehr massiv ein (kleiner Trick: einfach mit dem iPad mini und nicht mit dem iPhone twittern). Nichts desto trotz fühle ich mich toll, meine Kinder sind aus dem Gröbsten raus (der Mann sowieso) und irgendwie bin ich ja nie aus der Kinderbuchabteilung herausgekommen, das spricht eindeutig für mich!

Fakt: Frau Buecherkinder wäre gerne 42 (von wegen Sinn des Lebens und so), bringt es aber mittlerweile auf 42 + 2.

Lesen, lesen, den ganzen Tag nur lesen!

Menschen, die meinen, ich sei in Sachen Kinder- und Jugendbuch DIE Fachfrau schlechthin, muss ich leider enttäuschen. Meine Arbeit mit den Buecherkindern umfasst neben dem Lesen auch viele unspektakuläre Büro- und Computertätigkeiten. Buecherkinder.de ist (m)eine Webseite, auf der Kinder und Jugendliche aktuelle Literatur lesen und bewerten. All die Bücherberge, die ich bei Gelegenheit gerne im Netz teile, bedeuten in erster Linie Datenbank- und Versandarbeit für mich. Schließlich gilt es eine zur Zeit etwa 60-köpfige Redaktion zu betreuen. Und leider bringt die Selbstständigkeit auch so lästiges Beiwerk wie Kassenbuch und Steuer mit sich. Für jemanden wie mich, der nur nebenberuflich selbstständig ist, ein Haufen Arbeit.

Fakt: Frau Buecherkinder hätte gerne mehr Zeit zum Lesen. Immerhin bringt sie es auf etwa 60 bis 70 beendete Bücher im Jahr.

Die Tage in Solingen haben 48 Stunden!

Die Kunst in den sozialen Netzwerken ist es, deinen Followern und Freunden deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, ohne dafür 24/7 online zu sein. Da ich die größte Zeit meines Arbeitstages vor dem Computer sitze, bleibt es natürlich nicht aus, dass Facebook und Twitter meist im Hintergrund geöffnet sind. So schaue ich parallel immer mal wieder ins Netz, fave, retweete und kommentiere. Je nach Arbeitspensum allerdings mit gestoppter Zeit (20 Minuten und wenn der Timer klingelt, wird ausgeschaltet). Offiziell im Büro bin ich nur vier Tage (etwa 20 Std.) in der Woche, denn am Freitag ist ja #ff also Feudelfreitag, irgendeiner muss den 5-Personen-Haushalt ja auf Vordermann bringen. Hauptberuflich leite ich ja schließlich einen erfolgreichen kleinen Familienbetrieb. Kinderbücher sind mein(e) Beruf(ung), da verwischen Freizeit und Arbeit ab und zu.

Fakt: Frau Buecherkinder wünscht sich manchmal Tage mit 48 Stunden, aber die Zeit in Solingen hält sich brav an die 24-Stunden-Marke.

Onlinerin, Netzwerkerin, Bloggerin, Buchhändlerin, Ich!

„Wie nennt man das eigentlich, was Sie da machen?“ – wenn jemand diese Frage gut beantworten kann, möge er bitte mit mir Kontakt aufnehmen. Als Mutter dreier Söhne und – wie ich schon erwähnte – Chefin eines kleinen Familenbetriebs habe ich mir mein eigenes Berufsprofil erstellt oder wie Pippi sagen würde: „Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt!“. Solange ich nicht davon leben muss, lassen sich Job und Familie dabei wunderbar vereinbaren oder negativ ausgedrückt: Gäbe es meinen Mann nicht, müsste ich meine Brötchen anders verdienen. Aber tatsächlich bin ich das alles! Onlinerin seit mindestens 1995, da habe ich schon bei AOL gechattet. Netzwerkerin, weil ich es liebe, die richtigen Menschen zusammen zu bringen. Bloggerin, weil ich das Bloggen für ein großartiges Sprachrohr halte. Buchhändlerin, nicht gelernt, aber in Kitas handle ich gerne mit Kinderbüchern und besitze auch eine sogenannte Buchhändlerische Verkehrsnummer. Am liebsten und wirklich immer bin ich ICH. Ich bin halt so wie ich bin, ich verstelle mich nicht und wer mich irgendwann mal kennenlernt, sagt meistens „Du bist genau so, wie ich mir dich vorgestellt habe!“ – Danke für das Kompliment!

Fakt: Frau Buecherkinder liebt das, was sie tut und würde gerne mehr Geld verdienen.

Immer fröhlich, immer gut drauf!Mai2014

Fakt: Frau Buecherkinder kann auch anders, aber das wollt ihr lieber nicht am eigenen Leib erfahren. Für Ausbrüche der besonderen Art muss dann die liebe Familie herhalten. Blut ist eben doch dicker als Wasser!

Sollte es noch Fragen geben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Autorin dieses Beitrags.

 

1 Kommentare

  1. Oh, eine AOLerin der ersten Stundes. Den 56k-Modems trauern wir sicherlich nicht nach, ich höre noch das vertraute Zirpen, der Übersichtlichkeit des Netzes schon, oder?

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