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PM: 42. Buxtehuder Bulle geht an John Green

Pressemitteilung. Buxtehude, 11. Juni 2013

US- Amerikaner gewinnt mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

Der US-amerikanische Autor John Green erhält den mit 5.000 Euro dotierten Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle für den Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, der 2012 im Hanser Verlag erschienen ist. Die Stadt Buxtehude gab die Jury-Entscheidung am Dienstagabend, 11. Juni, in der voll besetzten Stadtbibliothek bekannt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Lemm verkündete den Gewinner: Insgesamt 98 Punkte gab es von der paritätisch besetzten Jury aus diesmal 10 Jugendlichen und 10 Erwachsenen. 41 Punkte vergaben die Jugendlichen und 57 Punkte die Erwachsenen. „Rein rechnerisch setzten sich zwar die Erwachsenen durch, es ist aber ein gutes Gemeinschaftsergebnis“, resümierte die Leiterin der Stadtbibliothek Ulrike Mensching.

buxtehuderbulle

Der Preisträger, der vor gut einer Woche zum zweiten Mal Vater geworden ist, werde den 42. Buxtehuder Bullen in Form einer Stahlplastik des Bildhauers Reinhard Güthling dann wohl voraussichtlich im Frühjahr in Buxtehude in Empfang nehmen, so Mensching weiter.

Der Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist „ein sowohl poetisches wie auch skurriles Buch, das man manchmal aus der Hand legen muss, um überhaupt Luft zu holen“, so Mensching. Es geht um Krebs, aber es ist kein typisches Krebsbuch: „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Protagonistin Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt „Eine wie Alaska“ (Hanser, 2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgten die Jugendromane „Die erste Liebe“ (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und „Margos Spuren“ (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. Inzwischen wird Green mit Philip Roth und John Updike verglichen. Er lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis. Vor einer Woche kam seine Tochter zur Welt. Das Schicksal ist ein mieser Verräter, das in den USA schon vor dem Erscheinen ein Bestseller war, erschien bei Hanser.

Quelle: Stadt Buxtehude

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