Der Alltag, Familie
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Kriegserklärung oder Kampf dem inneren Schweinehund

Kriegserklärung? Kampf? Das hört sich ja nicht gerade friedvoll an. Wer aber schon einmal mit seinem inneren Schweinehund gerungen hat, weiß, dass es ohne Kampf nicht geht. Und den gewinnt dann meist auch noch der Schweinehund, der garstige.

So schön so gut, aber was hat das jetzt alles mit der Kriegserklärung zu tun? Um mit Horst Schlämmer zu antworten: „Ich hab‘ Rücken.“ Und diesen doofen Rückenschmerzen habe ich heute morgen den Krieg erklärt. Da hat der doofe Rücken nämlich ganz schön gestaunt als ich um kurz nach acht meine ersten Bahnen im Schwimmbad gezogen habe. Und das obwohl der innere Schweinehund dem Rücken noch zugeraunt hat: „Die blufft nur, die geht doch eh nicht!“ Wenn der gewusst hätte, dass ich diesen taktischen Zug schon seit Wochen plane.

Aber Spaß beiseite. Dieser Rücken plagt mich nun schon über Jahre, immer fein dosiert. So wenig, dass man den Gang zum Orthopäden scheut …“Da muss ich immer so lange warten.“ „Der will doch nur spritzen.“ „Das ist doch auch keine Lösung.“ … und so viel, dass man plötzlich auf dem heißgeliebten Fernsehsofa nicht mehr sitzen kann.

Schluss. Aus. Darauf habe ich keine Lust. Ich bin gerade mal zweiundvierzig. Wo soll das noch hinführen? Mit osteopathischer Hilfe sind nun alle Wirbel wieder an der richtigen Stelle. Aber für wie lange? Zudem reißt der regelmäßige Besuch beim Osteopathen ein ganz schönes Loch in die Haushaltskasse, meine Kinder können Wasser und Brot schon nicht mehr sehen!

Deshalb habe ich in den Osterferien folgenden Plan ausgearbeitet. Bis zu den Sommerferien – dann will ich mein erstes großes Fazit ziehen – wird dreimal in der Woche rückenfreundlicher Sport betrieben (Der regelmäßigen Besuch auf der Yogamatte zählt da nicht mit.). Das bedeutet für mich im Klartext: Dienstag geht es morgens zum Schwimmbad (Vielleicht schaffe ich dann auch irgendwann die 1.000 Meter  in Sportabzeichen tauglicher Zeit!), Donnerstag ist abends Aquafitness angesagt, irgendwann dazwischen – wenn meine im Buchhandel tätige Freundin Zeit hat – geht es mit den Stöcken zum Nordic Walking in den Wald.

schweinehund

Ein großes Ziel, aber glücklicherweise? ist der Leidensdruck ja groß genug. Ich werde regelmäßig über meine Schritte (hoffentlich mehr Fort als Rück) berichten. Drückt mir die Daumen und verratet mich nicht, der innere Schweinehund ist arg misstrauisch.

5 Kommentare

  1. Ein beeindruckendes Programm! Mein Schweinehund wird schon beim Lesen ganz nervös, erinnert sich dann aber zufrieden daran, dass es ihm gelungen ist, mich den ganzen Winter vom Schwimmen abzuhalten. (Der Leidensdruck ist eindeutig noch zu niedrig.)
    Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt!

  2. Ich wünsche dir ein gutes Durchhaltevermögen. Mein Schweinehund weiß, dass er bei mir nicht durchkommt….liebe Grüße, Luiserl

  3. Ich bin mal dreist und geb dir nen tipp…so von rueckenschmerzengeplagtgewesenen zu rueckenschmerzgeplagterin. YOGA!!!! Genial…ist nicht nur auf dem boden liegen und atmen oder verbiegen wie bretzeln…seit ich yoga mache-kein rueckenschmerz!!!NADA! Nothing! Niente!
    hab durch Zufall mit Susanne Froehlich’s DVD angefangen und nun bei Ursula Karven und Ralf Bauer haengen geblieben. Versuchs mal!!! Alles Gute aus der Sandbox

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