Monate: März 2013

Messerückblick oder „Wie kann man denn davon leben?“

Was für eine Messe! Von Herzklabaster bis zur Träne im Knopfloch hat Leipzig bei mir dieses Jahr die komplette Gefühlspalette abgedeckt. Und da dieser Messerückblick vermutlich einer von 2.473 (eine Zahl, die ich mir gerade wahllos ausgedacht habe) sein wird, versuche ich mich kurz zu halten. Mein Zug hatte bei der Einfahrt in Leipzig nur noch eine halbe Stunde Verspätung. An den Erfahrensberichten der anderen gemessen also eine zu vernachlässigende zeitliche Verzögerung. Trotzdem führte sie dazu, dass ich meine charmante Reisebegleitung, die Kinderbuchhändlerin Sandra Rudel, anstatt in Hannover erst im Bahnhof Leipzig traf. Allerdings stellte mir die Bahn 😉 ganz wunderbaren Ersatz in Form von zwei Buch-Bloggerinnen in meinem Waggon zur Seite und so konnten wir also in Bielefeld (gibt es das wirklich?) schon mit ersten Buchgesprächen beginnen. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch von den wunderbaren Kuchen im Café Kandler im Speck’s Hof berichten, aber das würde vermutlich nur zu unerwünschtem Speichelfluss führen.

Calpurnia oder Gibt es das perfekte Buch?

Gibt es das perfekte Buch? Ein Buch, an dem alles stimmt – die Geschichte, die Sprache, die Botschaft, seine Aufmachung – einfach alles? Ich denke schon, denn ich habe gerade ein solches Buch beendet. Für mich war es perfekt!  Es war als hätte es auf mich gewartet, um zum richtigen Zeitpunkt in meine Hände zu gelangen. Es hat mich wie ein treuer Freund begleitet, mir beim Lesen ein wohliges Gefühl gegeben, mir manchen Seufzer entlockt, mich nachdenklich gestimmt und zum Lachen gebracht und mich als Schnell-Leser so langsam lesen lassen, um jeden Moment auszukosten. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll, um euch das Buch so schmackhaft zu machen, dass ihr gar nicht anders könnt als es zu lesen.  So geht es mir oft bei Geschichten, die ihren Weg nicht nur in meinen Kopf sondern auch in mein Herz gefunden haben. Ich will sie dann irgendwie ungern nur auf ihre inhaltliche und sprachliche Form reduzieren.

Erste Wohnzimmerlesung mit Livestream

Gestern Abend konnte ich mich gleich über zwei Premieren in meinem Wohnzimmer freuen. Zum einen gab es eine Buchpremiere, denn der Autor Gerd Ruebenstrunk war mit seinem druckfrischen Buch „Assassino“ im roten Ohrensessel zu Gast. Zum anderen gab es eine technische Premiere, denn die Lesung wurde – dank tatkräftiger technischer Unterstützung durch Guido Schwan – per Livestream übertragen.