Jahr: 2012

Lasst mich bloß in Ruhe mit eurer Amazon-Meckerei!

Es ist mal wieder an der Zeit, meinem Unmut Luft zu verschaffen. Vermutlich werde ich beschimpft werden und einen digitalen Shitstorm auf mich ziehen, aber manchmal muss eine Frau tun, was eine Frau tun muss. Es geht mal wieder um das leidige Thema Amazon. Wer schon einmal meine Website besucht hat, wird festgestellt haben, dass ich dort auf Amazon verlinke. Seit 2005 bin ich jedoch Mitglied im Börsenverein, habe eine buchhändlerische Verkehrsnummer und muss mich seitdem regelmäßig wegen meiner Amazon-Verlinkung anfeinden lassen. Deshalb möchte ich hier und jetzt einfach mal für Klarheit sorgen! Die Buecherkinder-Website entstand 2002 aus meiner Lese- und Vorleseleidenschaft heraus (so wie heute auch viele Buchblogs). Damals von mir noch eigenhändig in HTML programmiert, enthielt die Seite Bücher, die ich mit meinen Kindern gelesen und für gut befunden hatte. Natürlich wollte ich Lesern der Bewertungen auch ermöglichen, das Buch zu kaufen und da war es naheliegend auf den damals größten Online-Buchversender zu verlinken. Dass durch die Verlinkung durch das Partnerprogramm auch noch ein wenig Taschengeld herausspringen sollte, war ein netter Nebeneffekt. Über …

Auf der Suche nach dem deutschen Jugendliteraturpreis

Mein Morgen beginnt immer mit Kaffee, Tageszeitung und SocialWeb. Sonntags sind es aufgrund fehlender Tageszeitung die Branchenmagazine, die ihren Weg in mein Bett finden. Heute war ich natürlich besonders gespannt auf die Post-Buchmesse-Berichterstattung im Börsenblatt, besonders freute ich mich auf den Beitrag zum Jugendliteraturpreis, dessen feierliche Verleihung ich mit rund 2.000 anderen Gästen dieses Jahr zum ersten Mal besuchte.  Auf Seite 9 werde ich fündig … … aber sollten diese zwei Spalten, die mit Bild gerade mal ein Viertel der Seite einnehmen, wirklich alles gewesen sein? Ich blättere weiter, stoße auf ausführliche Reportagen zum  digitalen Klassenzimmer und natürlich kommt auch der Buchpreis mit einer Doppelseite nicht zu kurz. Vom Jugendliteraturpreis aber fehlt jede weitere Spur. Sollte es tatsächlich so sein, dass auf 35! Seiten Buchmesse-Berichterstattung kein Platz für den einzigen deutschen Staatspreis für Literatur ist? Ich bin empört darüber, dass die Kinder- und Jugendliteratur nach wie vor so stiefmütterlich behandelt wird. Erst fliegt sie aus dem Feuilleton der ZEIT und nun hat das Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel auch keine 1.000 Zeichen für sie übrig. …