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Kunst und Kultur im Social Web? Unbedingt! – Ein Erfahrensbericht

Ich bin eigentlich kein Museumsmensch. Nicht, dass meine Eltern nicht alles versucht hätten, mich für Kunst und Kultur zu begeistern – ich erinnere mich noch an diverse Besuche in Museen und Schlössern – aber irgendwie hat es bei mir nie „Klick“ gemacht und als Teenie fand ich das eh alles langweilig und verstaubt.

Nun habe ich eigene Kinder und eine Kunst und Kultur begeisterte Freundin, die mich schon in diversen Museen an die Hand genommen hat. Und plötzlich ist das Interesse da. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich lediglich als Betrachter der Kunst sehe – den Ehrgeiz, jedes Kunstwerk in seiner Gänze zu verstehen, habe ich nicht. Aber das ist auch gut so, denn genau wie Literatur lässt sich auch in der Kunst über Geschmack bekanntlich nicht streiten. (Die Fettecke von Joseph Beuys hätte bei mir vermutlich auch nicht überlebt ;-))

Aber was hat das Ganze jetzt mit dem Social Web zu tun? Ganz einfach: Auf dem stARTcamp Köln wurde mir erstmals bewusst, dass eben auch Kulturbetriebe im Social Web zu finden sind. So begann ich im Herbst 2011 erstmals einigen Kulturschaffenden auf Twitter zu folgen. Der Informationsfluss ist seit damals flüssiger geworden, viele Museen haben den nachvollziehbaren Sprung gen Facebook gewagt und – wenn man sich deren „Gefällt mir“-Klicks dort anschaut – sicherlich nicht bereut.

Und auch ich freue mich, dass viele Museen mittlerweile fester Bestandteil meiner Twitter-Timeline und meines Facebook-Newsfeeds sind. Unterdessen habe ich diverse Seiten in die Facebook-Liste „Kunst und Kultur“ verfrachtet, damit ich auf einen Klick über Neuigkeiten informiert bin.

Und so entging mir das 16. Kölner Museumsfest am 20. Mai natürlich nicht, auf dem ich mit meinen Söhnen (9, 11 und 14) unter anderem auch das Rautenstrauch-Joest-Museum besuchte, von dem ich bislang nichts gehört hatte und dessen interaktiver Tisch in der Ausstellung Lebensräume – Lebensformen: Wohnen es uns besonders angetan hatte.

Heute wiederum galt es, den letzten Tag der Ausstellung „Der Sturm“ im Von der Heydt-Musum in Wuppertal mitzunehmen. Und hatten mich die Werke Robert Delaunays schon im Guggenheim-Museum begeistert, freute ich mich besonders, heute noch andere Gemälde des Künstlers zu bestaunen. Viele der Gemälde waren natürlich Leihgaben anderer Museen, die ich am heimischen PC gleich bei Facebook suchte und meiner Liste zufügte.

Liebe Museen, macht weiter so und begeistert weitere web-affine Menschen wie mich ganz einfach für Kunst und Kultur! Ich freue mich jedenfalls schon auf so manchen weiteren Museumsbesuch – als nächstes natürlich besonders auf die El Greco-Ausstellung in Düsseldorf.

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