Der Alltag, Familie
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Twuffi oder Wie erziehe ich meinen Menschen?

Genauso konsequent wie wir unsere Kinder erziehen, erzieht unser neuestes Familienmitglied uns: Tyler, Familienhund seit Oktober 2010.

Tyer bei seinem Einzug und mit 6 Monaten

Bei Twitter wird er in unseren Posts liebevoll Twuffi genannt, bei Facebook hat er sogar unter gleichem Namen ein Profil. Tyler ist ein Whippet, und hätte ich damals die Rassebeschreibung sorgfältiger gelesen, wäre mir wohl so manche  Überraschung erspart geblieben. Vermutlich wäre ich über Sätze wie „Einzig ist bei uns ein sog. „Bett-Gen“ entdeckt worden, daß uns manchmal dazu zwingt unsere Nächte bei Herrchen oder Frauchen im Bett zu verbringen.“ oder „Wir bestehen auf unser Anrecht auf einen Sofaplatz.“ gestolpert. Zu spät, nun müssen wir mit diesem komfortorientierten Hund leben, der bei Regen am liebsten innere Verdunstung betreiben würde, nur um sein Fell nicht den gefährlichen Wassertropfen auszusetzen.

Aber zurück zum Bett-Gen und der konsequenten Kindererziehung. Meine Kinder haben nie im Ehebett geschlafen, da konnten sie noch so brüllen. Mein Schlaf ist mir heilig und wenn sauber und satt bei den Windelpupern gegeben war, hatte ich keine Skrupel die lieben Kleinen auch mal einen Moment brüllen zu lassen, schließlich habe ich als gute Mutter ja „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gelesen. Ist doch klar!

Zustand, wenn ich nicht gerade renne

Anders verhielt sich leider meine Konsequenz beim Hund. Hund im Bett? „Iiihhh, das geht ja gar nicht, kommt gar nicht in die Tüte, niemals“ um auch hier einmal kurz zu zitieren. Nachdem Tyler auch anfangs brav die Nächte auf seinem Spot (altes Sofa mit Hundedecke drauf) verbracht hatte, brach ungefähr im Alter von einem Jahr das Unglück über uns herein. Anstatt durchzuschlafen, taperte der Twuffi plötzlich nächtens umher. „Pipialalarm“ war unsere erste Eingebung, die zweite und verhängnisvolle Eingebung hatte Herrchen: „Vielleicht friert er ja wegen der Nachtabsenkung.“ Na ja, Männer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren und ob Hunde wirklich vom Wolf abstammen, wage ich seit einiger Zeit zu bezweifeln. Lange Rede kurzer Sinn, Tyler geht immer noch auf dem Sofa schlafen, wiegt uns einige Zeit in Sicherheit, nur um gegen 2! Uhr nachts, jämmerlich ausschauend – zu zittern hat er jedenfalls noch nicht angefangen – das elterliche Bett aufzusuchen. Kein Kommentar, ich lasse lieber Bilder Bände sprechen.

Trotzdem, Frauchen gibt nicht auf und hat heute schon „Zutaten“ für Tylers Weihnachtsgeschenk besorgt. Ab morgen schnurrt die Nähmaschine und wäre doch gelacht, wenn die „Pita-Tasche“ ihren Zweck nicht erfüllen würde 😉

"Nähvorlage" mit "Fremdhund"

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