Die Arbeit, Unterwegs
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Frau Leo und das Glück – ein Messe-Rückblick

Mein erstes Buchmessen-Fazit zum Thema Anreise konnte ich schon ziehen, bevor ich überhaupt Frankfurter Luft geschnuppert hatte: Auf die Deutsche Bahn ist Verlass! Egal wie minutiös ich meine Messe auch geplant hatte, die Bahn verlangte mit einem „Der Zug fällt heute leider aus!“ meine gesamte Spontaneität. Dank Twitter konnte ich meine Wut ganz nonverbal loslassen und wurde gleichzeitig mit hilfreichen Tipps in Sachen Kostenerstattung  von Sascha Hüsing aka @hobbbes versorgt. Erstes Buchmessen-Feeling kam dann auch gleich während meiner stehenden Anreise im Bordbistro auf: Platte Füße und schlechter Kaffee für viel Geld. Frankfurt ich komme!!

Glücklicherweise war man bei Arena noch recht flexibel an diesem Morgen, weshalb der Termin einfach kurzfristig verschoben wurde.  Voller Bewunderung für das neue Stand-Outfit ließ ich mich passend gekleidet in der lila Ecke das erste Mal zum Gespräch nieder. Vom haptischen Buch ging es weiter in Halle 4 zum Buch als App, dessen Umsetzung ich mir in aller Ausführlichkeit am Zuuka-Stand zeigen ließ. Auf die „Vamperl“-App bin ich echt gespannt, ein Fan der Carlsen Pixis auf dem iPad bin ich sowieso schon lange.

Prinzessin Steffifee

Mittags stand dann schon das erste Twittagessen auf dem Programm, das diesen Namen – zumindest auf der Buchmesse – nicht wirklich verdient. In Frankfurt handelt es sich doch eher um ein zwangloses Stehrümchen und nettes Geplaudere ganz ohne feste Nahrungsaufnahme.

Besonders gefreut hat mich mein erstes Zusammentreffen mit Melanie Buschkühl von Terzio, die mich mit einem „Steffifee“-T-Shirt ausstattete. Warum ich bei ihr den Spitznamen „Prinzessin Steffifee“ trage, das kann euch am besten Melanies Chef, der Ralph Möllers aka @terzio erzählen 😉

Bei der anschließenden Diskussion „Möglichst früh: Ran an die Jungs“ im Kinderbuchforum, gab es für mich nicht wirklich neue Erkenntnisse, was sicherlich auch daran liegen mag, dass ich ausschließlich mit Testosteronis zusammenlebe. Umso mehr habe ich mich aber über das kurze Wiedersehen mit dem Jungs-Buchhändler Jürgen Hees gefreut. Wenn alle mit seinem Elan und seiner Einstellung Jungs-Bücher verkaufen würden, müsste es keine Forumsdiskussionen mehr zum Thema geben.

Den krönenden Abschluss des ersten Messetages bildete sowohl in kulinarischer wie in personeller Hinsicht das Abendessen mit den zwei Book-Queens Karla und Miriam aka @buchkolumne und @krimimimi33. Mädels, ihr seid einfach spitze und allein euretwegen hat sich dieses Socialweb-Gedönse schon gelohnt!!

Auch Tag 2 begann erneut am Arena-Stand. Heute stand ein Interview mit dem Autor Alexander Rösler auf dem Programm, mein erstes ganz persönlich geführtes Interview überhaupt, bediene ich mich doch sonst eher des Mediums Email. Bei Thienemann stärkte ich mich mit Ritter Sport Minis, glücklicherweise war meine Lieblingssorte Knusperflakes noch ausreichend vorhanden.

Beim zweiten Twittagessen entpuppte sich Paul Fritze von Audible als wahrer Gentleman und lieh mir kurzerhand sein Jacket. Nur deshalb habe ich die Messe wohl erkältungstechnisch unbeschadet überstanden. Am Nachmittag war ich fast ausschließlich damit beschäftigt, virtuelle Bekanntschaften ins reale Leben zu übertragen. So traf ich unzählige Kinderbuchautoren und –illustratoren, die ich hier gar nicht alle namentlich aufführen kann.  Daniela Kulot hatte doch tatsächlich ihren Besen vergessen, ich habe sie aber trotzdem erkannt. Annette Langen lief mir gleich mehrfach über den Weg, genauso wie Barbara Rose  und Antje Szillat, die mich erst gar nicht erkannte, weil sie dachte, ich müsse größer sein. Liebe Antje, ich mache doch was mit Kinderbüchern und dafür habe ich exakt die richtige Körpergröße 😉 Herzlichen Dank auch an dieser Stelle an Jutta Wilke fürs „Reinschmuggeln“ in die Autoren-Runde!

RUMstehen mal anders 🙂

Ansonsten habe ich an Tag 2 gelernt, dass „Rum ab 8 Jahre“ kein neuer Kinderbuch-Titel vom Hädecke Verlag ist und wurde von Julia Graff aka @nette_jule auch gleich beim RUMstehen abgelichtet. Danke für dieses nette Bild!

Einmal angefangen stürzte ich mich mit illustrer Begleitung gleich ins Happy-Hour-Getümmel. Die Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Fehér leistete mir an den Ständen Beltz und Mixtvision Gesellschaft.

Ich habe es sehr genossen, mich einmal Aug-in-Aug zu unterhalten, da auch Christine der Fraktion „Menschen unter 160 cm“ angehört  😉

Meinen dritten und letzten Buchmessentag startete ich mit einer Stippvisite bei meinem Haus- und Hoflieferanten Könemann, genoss bei Coppenrath Kaffee aus einem Capt’n Sharky Becher und konnte schon einen Schoko-Adventskalender abstauben. Ob es den wohl am 1. Dezember noch gibt?

Bei Ravensburger reichte die Zeit nur für ein kurzes Hallo aber immerhin gab es hier Bionade und leckere Schnittchen, so dass ich nicht hungrig beim dritten, letzten und vollsten Twittagessen erschien. Die kurze Zeit reichte gerade mal für ein LovelyBook-Bloggerfoto ein Hallo hier und da und herzliches Gedrücke um festzustellen, dass Twitterer Menschen aus Fleisch und Blut sind.

Auf das Treffen mit der Kinderbuch-Fachfrau Christine Kranz hatte ich mich besonders gefreut und sie doch tatsächlich auch ohne Buch vor dem Gesicht erkannt. Es war eine wahre Freude sich mit ihr auszutauschen und wir beide sind schon ganz gespannt auf unsere gemeinsame Tätigkeit in Sachen „Leipziger Lesekompass“. Weiter gings zum Eselsohr-Stand und den vor Tatendrang sprühenden Damen Christine Paxmann und Sylvia Mucke. Auch hier wurden Pläne geschmiedet und ich frage mich auch jetzt noch, ob die beiden Damen wohl jemals schlafen. Ihre Kinderbuch-Leidenschaft hat mich schier umgehauen.

Die Putzkolonne kommt!

Voller Buchmessenglückseligkeit und mit einem verklärten Lächeln im Gesicht ging es zum Rasselbanden-Flashmob am utb-Stand, der nahtlos in den Buchmessen-Ausklang bei Bierchen und Plattensammlung am Hotspot 6.1 überging. Gegen 19 Uhr wurden wir zwar nicht rausgekehrt aber beinahe weggesaugt als die Putzkolonne zum Aufbruch rief. Dank Ralph Möllers fand ich schließlich den Ausgang aus den heiligen Hallen.

Und wie twitterte es Tim Maicher aka @maicherinho so schön: Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse! – Genau! Und mein Flug nach Leipzig ist ohnehin schon gebucht.

2 Kommentare

  1. Super Bericht – sehr amüsant 🙂 Schön wars! Schade, dass wir uns nicht getroffen haben :/ Aber vielleicht wieder das nächste Mal?! 🙂
    LG

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