Die Arbeit, Unterwegs
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BuchCamp 2011 – I survived

Unter dem Motto: „Visionen zulassen!“ trafen sich 110 Menschen am vergangenen Wochenende zum BarCamp auf dem Mediacampus in Frankfurt.  Ich war eine davon!

Doch was ist ein „BarCamp“ – in unserem Fall „BuchCamp“ genannt – eigentlich und an wen wendet sich dieses Format?

Werfen wir doch zunächst einmal einen Blick auf die Teilnehmer: 35 Prozent kamen aus Verlagen, 10 Prozent Sortimenter wurden gezählt, 40 Prozent waren andere Branchenteilnehmer und 15 Prozent Branchenfremde. Branchennachwuchs war leider kaum auszumachen, erstaunlich ob diesen doch sehr aktuellen Themen.

Da das Programm von den Teilnehmern selbst gestaltet wird, wurden im Vorfeld Sessionvorschläge eingereicht. Dabei handelt es sich meist nicht um ausgearbeitete Frontalpräsentationen, sondern um Fragen, Fakten, Ideen, die kurz von den jeweiligen Einreichern vorgestellt werden und anschließend bestenfalls lebhaft in der Gruppe diskutiert werden. 18 Vorschläge wurden vor Beginn des BuchCamps eingereicht, weitere folgten spontan zu Anfang der Veranstaltung. Anschließend wurde abgestimmt, um die Interessenlage zu klären und Räume zuzuordnen. Schließlich stand der Session-Plan fest und wir konnten an 6 von 22 Sessions teilnehmen. Zwischendurch bestand jede Menge Zeit zum Plaudern, Netzwerken, Kennenlernen und Kaffeetrinken 😉

„Mein“ BuchCamp bestand dieses Jahr übrigens aus folgenden Sessions: Verlage auf Facebook, eBooks und das stationäre Sortiment, Kinderbücher als enhanced ePubs, Prinzip Buch #wtf  (#wtf steht übrigens für „what the fuck“) , Was ist erfolgreiches SocialMedia-Marketing? und Book2Look für Dummies. Diese Wahl hat sich für mich als sehr bereichernd herausgestellt. Ich jedenfalls habe jede Menge neue Erkenntnisse mit nach Hause genommen.

Und sonst? Carsten Raimann und Leander Wattig vergaben den Virenschleuder-Preis für innovative virale Marketing-Maßnahmen im Social Web, vorher gab es sogar noch ein „Virenschleuder-Bier“ – ob das wohl meine neue Marke wird? Mehr dazu hier! Anschließend traf man sich zum abendlichen Ausklang auf der Dachterrasse mit Blick auf die Skyline von Frankfurt oder gemütlich bei lauen Abendtemperaturen vor dem Libresso. Es wurde lange gequatscht, so dass – wie man hört – auch der eine oder andere Teilnehmer über das verschlossene Campus-Tor per Räuberleiter in die Freiheit entlassen werden musste 😉 Kein Wunder also, dass so mancher beim Sonntagsprogramm eher wortkarg und mit „Sehschlitzen“ vertreten war.

BuchCamp 2011 – Ich war dabei! und habe es überlebt 😉 Das BuchCamp beißt nicht und ich hoffe, dass sich nächstes Jahr noch mehr Sortimenter und vielleicht auch die einen oder anderen Menschen aus den Verbänden nach Frankfurt verirren und feststellen, dass das ForumZukunft da eine tolle Sache auf die Beine gestellt hat!

8 Kommentare

  1. Dem Lob von Steffi schließe ich mich gerne an. Das war eine exzellent organisierte Veranstaltung, die sich wohltuend von dem branchenüblichen Frontalunterricht unterschieden hat. Ich finde auch, dass man dort mehr „Chefs und Chefinnen“ sehen müsste und auch der eine oder andere Verbandsveteran sollte mal an einem Sonntag den Bittgottesdienst für die Preisbindung ausfallen lassen und mit Euch und uns allen in die Zukunft reisen.

  2. Frauke Vollmer sagt

    Vielen Dank für diesen schönen Rückblick auf zwei spannende Buchcamp-Tage.

  3. Ich möchte danke sagen für die ganz privaten Einblicke ins Buchcamp 2011 und den Dank nochmals aufnehmen für das Forum Zukunft, für die klasse Organisation. Es war ein klasse Treffen von Menschen der Buchbranche … und ja ich freue mich auch schon auf das nächste Buchcamp und natürlich auf die nächste Verleihung des Virenschleuderpreises. Die Fotos die während der zwei Tage entstanden sind entsprechen auch den Ansichten der Teilnehmer …. offen, neue Ideen und Impulse.

  4. Dieses Jahr hatte ich mir schon überlegt, ob ich nicht auch zum Buchcamp fahren soll. War mir aber nicht so sicher, ob ich als angestellte Sortimenterin und private Buchbloggerin da wirklich hin gehöre. Soll ich nächstes Jahr als Nachwuchs dabei sein? 😉

  5. Fast so schön wie das Buchcamp selber ist die „Nachbereitung“ ;-). Blogbeiträge lesen, Fotos und Videos gucken. Danke, liebe Steffi! Was wäre das Buchcamp ohne einen Nachbericht der „Königin der Herzen“! Auf bald :-).

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